LBS West siegt im Kündigungsstreit um Bausparverträge

Bei den Bausparkassen dürften heute die Korken knallen: Erstmals hat ihnen ein Oberlandesgericht (OLG) bestätigt, dass die Aufkündigung eines Bausparvertrags mit einem festen Zinssatz rechtens ist, wenn dieser seit Jahren zuteilungsreif ist. Das geht aus einem heute veröffentlichten Beschluss des OLG Hamm hervor, mit dem das Gericht bereits Ende Dezember 2015 die Berufung eines Bausparers gegen die LBS West zurückgewiesen hat (Az. 31 U 191/15).

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Gerade die treuen Kunden sind vielen Bausparkassen mittlerweile ein empfindliches Übel. Viele haben ihre Bausparverträge vor über 20 Jahren abgeschlossen, mit attraktiven Zinsen von zum Teil deutlich über 3% p.a. Im aktuellen Niedringszinsumeld haben immer mehr Sparer ihre Altverträge als Kapitalanlagen erkannt und zahlen, trotz Zuteilungsreife, weiter fleißig ein. Das führt zu erheblichen Zinsbelastungen der Bausparkassen, die das einst gegebene Renditeversprechen nur schwer oder kaum mehr erfüllen können.

Viele Institute versuchen, diese wachsenden Kosten aus ihren Büchern zu bekommen: zunächst mit sanftem Druck, immer häufiger aber auch mit der Aufkündigung der Bausparverträge nach der Zuteilungsreife. Mittlerweile wehren sich zahlreiche Kunden gegen die Kündigungen vor deutschen Gerichten. Mit der Entscheidung des OLG Hamm, das die Position der Bausparkassen deutlich stärkt, liegt nun erstmals ein Urteil in zweiter Instanz vor.

LBS West beruft sich auf Kündigungsrecht nach Zuteilungsreife

In dem konkreten Fall wehrte sich ein Bausparer aus Siegen gegen die Kündigung seines Bausparvertrags. Er hatte bei der LBS West 1991 einen Vertrag mit einer Bausparsumme von 44.000 DM abgeschlossen, der eine Verzinsung von 3% p.a. vorsah. Laut den Vertragsbedingungen konnte die LBS West den Vertrag nicht kündigen, solange der Bausparer seiner Verpflichtung zur Einzahlung nachkommt. 1997 lag die Zuteilungsreife vor, der Bausparer nahm jedoch das Darlehen nicht in Anspruch.

Zum Jahresende 2014 kündigte die Bausparkasse mit Hinweis auf § 489 BGB. Diese Norm sieht vor, dass ein Darlehensnehmer einen Vertrag mit festem Sollzinssatz nach Ablauf von zehn Jahren seit dem vollständigen Empfangen des Darlehens – hier die Zuteilungsreife – kündigen darf. Der Bausparvertrag ist ein Darlehensvertrag mit der Besonderheit, dass die Bausparkasse und der Bausparer mit der Inanspruchnahme des Darlehens ihre jeweiligen Rollen als Darlehensgeber und Darlehensnehmer tauschen. Dagegen ging der Bausparer gerichtlich vor. Er hielt die Kündigung für unwirksam, was die Gültigkeit seines lukrativen Bausparvertrags zur Folge gehabt hätte.

Vor überlanger Bindung an Zinssätze schützen

Doch seine Klage blieb, wie auch in der Vorinstanz am Landgericht Münster, erfolglos. Der OLG-Senat bejahte, dass die LBS West den Bausparvertrag wirksam nach § 489 I Nr. 2 BGB gekündigt hatte. Dabei läuft die Zehnjahresfrist bereits ab Zuteilungsreife des Darlehens. Damit soll der Darlehensnehmer vor überlangen Bindungen an festgesetzte Zinssätze geschützt werden – und die Norm gelte sowohl für den Kunden als auch die Bausparkasse.

Mit dem Eintritt der Zuteilungsreife, so eine Mitteilung des OLG Hamm, liege es allein beim Bausparer, seinen Anspruch auf die Bausparsumme zu begründen, indem er die Inanspruchnahme gegenüber dem Institut anzeigt. Und in dieser Situation seien die wirtschaftlichen Interessen der Bausparkassen schützenswert, meinten die Richter am OLG Hamm.

Bausparkasse ist erleichtert

„Ziel eines Bausparvertrags ist ein zinssicheres Darlehen, nicht die langfristige hochverzinsliche Kapitalanlage“, kommentierte ein Sprecher der LBS West den Beschluss aus Hamm. Nach Auffassung des Gerichts werde der Bausparvertrag „zweckentfremdet“, wenn Bausparer den Vertrag lediglich dafür nützten, um von der Bausparkasse „nicht mehr marktgerechte Zinsen“ für ihr Guthaben zu generieren. Nach Auskunft der Bausparkasse hat der OLG-Beschluss bereits zur Beendigung weiterer Klagen geführt. Noch mehr könnten zeitnah folgen, denn offenbar haben die Senate anderer OLGs angekündigt, sich in ihren Fällen an der Entscheidung aus Hamm zu orientieren.

Die LBS West wurde in dem Prozess von der Kanzlei Simon und Partner aus Düsseldorf vertreten. Ob der unterlegene Kläger Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

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Leerstand vermeiden: Vermarktung mit professioneller Hilfe

Durchschnittlich stehen in Deutschland einer Empirica-Studie zufolge drei Prozent der Eigenheime und fünf Prozent der Geschosswohnungen leer. Dabei kann Leerstand vermieden werden.

Die Kosten für einen professionellen Makler können sich lohnen. Durch die Fachkompetenz und Erfahrung ist er in der Lage, eine Immobilie schneller zu vermitteln als jemand, der das noch nie gemacht hat oder nur selten tut. Zudem hat ein Makler keine emotionale Bindung zum Objekt. Daher kann er in der Vermarktung des Objektes und in der Verhandlung mit Interessenten marktgerechter handeln als ein Eigentümer mit individuellen Vorstellungen. Je nachdem, wie weit das Mietobjekt vom Wohnort des Eigentümers entfernt ist, steigt der Aufwand zur Wahrnehmung der Besichtigungstermine.

Einen Makler finden

Die Recherche nach einem Makler findet am effektivsten im Internet statt. Regional aktive Dienstleister findet man auch in Branchenbüchern. Ein weiterer Ansatzpunkt bei der Suche: In Immobilienanzeigen in der regionalen Tageszeitung oder Anzeigen aus der Region des Mietobjekts auf Immobilienportalen finden sich Inserate für andere Mietobjekte von Maklern. Hier kann man auch einen ersten Eindruck gewinnen, wie der Makler am Markt auftritt. Auch Tipps von Bekannten und Arbeitskollegen oder Kontakten in sozialen Netzwerken sind hilfreich und bringen Erfahrungswerte mit.

Kriterien und Eigenpräsentation

Geachtet werden sollte auf zwei Kriterien: die örtlichen Kenntnisse und das Spezialgebiet des Maklers. Wenn eine Wohnung vermietet werden soll, macht es etwa wenig Sinn, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der den Schwerpunkt in der Vermietung von Gewerbeimmobilien hat.

Mehrere passende Anbieter sollten verglichen werden, mindestens aber zwei Makler. Da die Berufsbezeichnung „Makler“ in Deutschland nicht geschützt ist, gibt es auch weniger qualifizierte Anbieter. Gut ausgebildete Immobilienmakler sind nach folgende Anhaltspunkten zu suchen: Aussagekräftig ist zunächst die Webseite des Maklerbüros. Macht sie einen professionellen Eindruck? Was erfährt man über die Leistungen, die Herangehensweise und etwaige Spezialisierungen des Büros? Ist die Präsentation auf der Webseite sympathisch? Vor Ort sprechen unter anderem die Eindrücke des Büros und des Personals für oder gegen einen Makler. Nimmt er sich genügend Zeit und beantwortet Fragen ausführlich? Geht er auf Bedenken ein und zeigt mögliche Chancen und Risiken? Ist er glaubwürdig?

Qualifikationen des Maklers

Ein Wort zu den Webportalen, auf denen Makler bewertet werden: Diese werden zwiespältig beurteilt. Es ist nicht immer klar, inwieweit Manipulation und finanzielle Interessen auf die Bewertungen Einfluss nehmen. Die Bewertungen sind nur als ergänzende Informationen tauglich. Wenn es nicht auf der Webseite angegeben ist: Wichtig ist, dass der Makler eine Fachausbildung hat. Ein weiterer Hinweis auf einen seriösen Makler ist es, wenn er Mitglied in einem Fachverband wie dem Immobilienverband Deutschland (IVD) ist.

Erfahrung und Referenzen kommen dazu. Nach der Erfolgsquote darf gefragt werden, Exposés zeigen die Vorgehensweise. Welche Punkte wichtig sind, um eine Geschäftsbeziehung einzugehen:

  • Welche Vermarktungsstrategie hält er für Ihr Objekt für sinnvoll?
  • Wie ermittelt er einen realistischen Mietzins für Ihr Objekt?
  • Wie viele erfolgreiche Vermittlungen hat er im letzten Jahr erzielt und bei wie vielen Aufträgen konnte er nichts ausrichten?
  • Wo liegt seine Vorstellung für eine angemessene Maklerprovision?
  • Welche vertragliche Vereinbarung sieht er für eine Zusammenarbeit mit Ihnen vor?
  • Erweitert werden können die Fragen noch hinsichtlich des konkreten Mietobjekts und der Anforderungen an den Vermietungsprozess. Definieren Sie vorab Ihren Wunschmieter.

Quelle

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Online Terminbuchungen

Ab sofort können Sie Termine in unserem Hause online buchen.

Zur Buchug gelangen Sie über https://www.terminland.de/gottschling-immobilien

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Hier erhalten Sie eine Übersicht an freien bzw. buchbaren terminen. Termine außerhalb der üblichen Kernzeiten sind jederzeit möglich, können aber leider nicht online gebucht werden.

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Leerstandmelder

Beim Thema Leerstand gibt es viele Emotionen, aber wenige Informationen. Zwei Plattformen wollen das ändern.

brand eins hat in der Ausgabe 10/2015 – Schwerpunkt Immobilien einen sehr spannenden Artikel zum Leerstand in der Immobilienwirtschaft berichtet.

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Ein spannender Artikel Die Fahnder ist derzeit hier online abrufbar: Leerstandmelder: Die Fahnder

Wöchentlich erscheinen neue Pressemeldungen über zu wenigem Wohnraum, der auch noch immer teurer und in Spitzenregionen auch nicht bezahlbar ist.

Es haben sich zwei Portale entwickelt bei denen Leerstände gemeldet werden können. Wir haben uns das Portal leerstandsmelder.de für den Bereich Essen angeschaut: leerstandsmelder.de/essen. Dort sind derzeit recht aktuelle Meldungen, jedoch auch bereits vermietete Objekte als Leerstand gemeldet.

Der Ansatz selbst ist in Zeiten von knappem Wohnraum durchaus sehr interessant. Wir werden die Entwicklungen mit Spannung beobachten.

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Gabriel: Neues Effizienzlabel für alte Heizkessel hilft beim Energiesparen und informiert über Energieeffizienz

Das Bundeskabinett hat heute die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des „nationalen Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen“ beschlossen. Das neue Effizienzlabel gilt ab dem 1. Januar 2016 für Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, und liefert Verbrauchern kostenfrei Informationen über den individuellen Effizienzstatus ihrer Heizkessel. Neben den Informationen auf dem Energieeffizienzlabel werden Verbraucher zudem kostenfrei auf weitergehende Energieberatungen wie z. B. Heizungschecks oder die Vor-Ort-Beratung sowie auf Förderungen der KfW und des BAFA hingewiesen. Das aus dem Haushaltsgerätebereich bekannte farbige Effizienzlabel hat sich als wirksames Instrument der Verbraucherinformation erwiesen. Es gilt bereits heute für verschiedene Produkte außerhalb des klassischen Haushaltsgerätebereiches (z. B. für TV-Geräte, Beleuchtung) und soll ab 2016 erstmals auch Heizkessel im Bestand erfassen.

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Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hierzu: „Mit dem kostenlosen Effizienzlabel für alte Heizkessel wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher besser informieren und sie beim Energiesparen unterstützen. Das Label soll ihnen helfen, schnell und leicht verständlich einen Überblick über den Zustand ihres alten Heizkessels zu bekommen. Im Gebäudebereich werden knapp 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland verbraucht. Der größte Einzelbeitrag entfällt dabei auf die Beheizung. Entsprechend groß ist hier daher das technische und wirtschaftliche Potential zur Steigerung der Energieeffizienz und damit zur Energieeinsparung.“

Das durchschnittliche Alter der Heizgeräte in Deutschland liegt bei 17,6 Jahren, mehr als ein Drittel (36 %) ist sogar älter als 20 Jahre. Über 70 Prozent der installierten Heizgeräte würden nur die Effizienzklasse C, D oder E erreichen. Hier liegt großes Potential für Effizienzsteigerungen. Dennoch werden derzeit lediglich rund 3 Prozent der Heizgeräte ausgetauscht. Bei einer gleichbleibenden jährlichen Austauschrate würde es also noch circa 25 Jahre dauern, bis der Heizungsbestand in Deutschland erneuert wäre. Das Effizienzlabel und die Hinweise auf bestehenden Beratungs- und Förderprogrammen sollen daher dazu führen, die Kenntnisse der Verbraucher zum Zustand ihres Heizkessels zu verbessern und so die Motivation zum Austausch zu erhöhen. Erwartet wird damit, die Austauschrate bei Heizgeräten um circa 20 Prozent pro Jahr steigern zu können.

Ab 2016 werden Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater berechtigt, ein Etikett auf alte Heizgeräte anzubringen. Ab 2017 sind die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, diejenigen Geräte, die noch kein Etikett haben, zu etikettieren.

Der Gesetzentwurf ist hier abrufbar.

Quelle: BMWi

 

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In Frankreich wird zum 1.1.2016 eine staatlich finanzierte Mietausfallversicherung eingeführt

Neues französisches Mietrecht will Preisanstieg dämpfen

Wie in vielen europäischen Großstädten sind die Mieten in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage auch in französischen Ballungsräumen massiv gestiegen und überfordern eine zunehmende Zahl an Haushalten bzw. verringern ihre Kaufkraft. So gibt heute schon jeder fünfte Haushalt etwa 40% seines verfügbaren Einkommens für die Miete aus.

Mit dem am 20. Februar 2014 nach einem halbjährigen parlamentarischen Beratungsprozess endgültig von der Nationalversammlung verabschiedeten Gesetz zur Reform des Mietrechts (ALUR – Loi pour l’accès au logement et au urbanisme renové) sollen die Mietsteigerungen in Zukunft begrenzt und das Verhältnis von Mietern und Vermietern neu geordnet werden.

Mietverträge in Frankreich

Mietverträge (Bail) werden in Frankreich in der Regel für 3 Jahre abgeschlossen. Eine Erhöhung ist in diesem Zeitraum strikten Regeln unterworfen und nur in geringem Umfang auf Grundlage eines staatlich fixierten Indexes zur Abbildung der Inflation (Indice de références des loyers) möglich. Der Mietvertrag verlängert sich ohne Kündigung automatisch um drei Jahre zu den gleichen Konditionen. Außer bei Eigenbedarf oder der Veräußerung der Immobilie hat der Mieter das Recht auf Verlängerung der Mietsache. Mietanpassungen auf Grundlage des IRLs sind allerdings erlaubt

Mietpreisbegrenzungen in angespannten Märkten


In 28 Ballungsräumen (Siehe www.loi-alur.fr) mit über 50.000 Einwohnern wird der Anstieg der Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt in Zukunft begrenzt werden. Das Gesetz betrifft damit etwa 4,6 Millionen Haushalte, d.h. 70% des privat vermieteten Wohnraums in Frankreich.

In jeder dieser Zonen wird eine staatlich zugelassene Agentur die Mietenentwicklung auswerten. Die zuständige Präfektur erstellt auf dieser Grundlage jährlich einen verbindlichen Mietenspiegel für die unterschiedlichen Wohnungskategorien in den betreffenden Wohnvierteln. Dabei gibt es je nach Wohnungsausstattung drei Indikatoren:

-  die durchschnittliche Vergleichsmiete
-  die erhöhte Vergleichsmiete, die maximal 20% über der durchschnittlichen Referenzmiete liegen darf
-  die unterdurchschnittliche Vergleichsmiete. Wenn sie 30% unter der durchschnittlichen Referenzmiete liegt, darf der Vermieter eine Erhöhung verlangen

Die Verlängerung der auslaufenden Mietverträge erfolgt auf Grundlage der neuen Gesetzesbestimmungen. In Ballungszentren und insbesondere im Pariser Raum hat das Wohnungsbauministerium bei über einem Viertel der in den letzten Jahren neu vermieteten Wohnungen eine in Bezug auf den Mietenspiegel überhöhte Miete festgestellt. Die Mieter haben deshalb bei einer anstehenden Verlängerung der Mietsache das Recht auf eine Mietminderung bzw. auf Mietsenkung. Das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete ist allerdings oft sehr hoch. Nach Musterrechnungen des Ministeriums können demnach z.B. Quadratmetermieten für eine Einraumwohnung in Paris von 38 auf 30 € pro qm gesenkt werden bzw. von Zweiraumwohnungen im direkter Nachbarschaft von Paris von 24 auf 20 €.

Des Weiteren wird die Kündigungsfrist einer Wohnung für den Mieter von drei auf einen Monat reduziert. Der Vermieter kann einen Mietvertrag nur bei Eigenbedarf, Veräußerung und in einigen wenigen Ausnahmefällen kündigen.

Touristenwohnungen

Die vermehrte Nutzung von Wohnraum als möblierte Touristenbleibe in den angespannten Märkten der Ballungszentren wird streng reglementiert. Mit der Maßnahme soll Wohnraum gesichert werden, der sonst dem Markt entzogen wird.

Derartige Angebote stehen in Zukunft unter Genehmigungsvorbehalt der Gemeinden, die auch das Recht bekommen, Wohnungen bei Verdacht auf touristische Vermietungen zu inspizieren. Ausgenommen von Genehmigungen sind nur Wohnungen, in denen ein Eigentümer selbst mindestens acht Monate im Jahr wohnt.

Begrenzung der Maklerkosten

Die meist eine Monatsmiete betragenden Maklerkosten sind in Zukunft nicht mehr vom Mieter, sondern vom Vermieter zu tragen. Dies gilt allerdings nicht für die Kosten, die durch die Besichtigung, die Zusammenstellung des Mieterdossiers,das Abfassen des Mietvertrags und die Wohnungsabnahme entstehen. Diese sind auf Grundlage einer nicht an die Miete gekoppelten Gebührenordnung hälftig von Mieter und Eigentümer zu entrichten.

Die in Frankreich häufig von Maklern an Wohnungsinteressenten verkauften Listen mit zu vermietenden Objekten müssen exklusiven Charakter haben, d.h. sie dürfen nicht auf Listen anderer Makler oder auch auf Internetplattformen angeboten werden. Die bisherige Praxis der Mehrfachangebote führte häufig bei oft geringen Erfolgsaussichten zu Kosten auf der Seite potentieller Mieter. Zudem soll der Maklerberuf durch Fortbildungspflichten professionalisiert werden.

Neue Mietverträge

Die Mietverträge und die Einzugs- und Auszugsprotokolle werden standardisiert. In den Mietverträgen werden neben der Miethöhe auch die Vergleichsmiete des Viertels und die Miete des Vormieters sowie der Ausrüstungsstand und Modernisierungen festgehalten.
Die bisherige restriktive Regelung zur Klärung der Solvabilität eines potentiellen Mieters, die es dem Vermieter untersagte aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gewisse Informationen zu verlangen hat sich als ineffektiv erwiesen. Der Staat legt deshalb in Zukunft per Dekret eine Liste der von einem Mieter beizubringenden Dokumente fest, die dieser zum Abschluss eines Mietvertrages vorlegen muss.
Schutz vor Räumung im Winter
Die Periode des Räumungsschutzes für Mieter wird um zwei Wochen verlängert und gilt in Zukunft vom 15. Oktober bis zum 31.März.

Sicherung gegen Mietausfälle

Neue Wege geht das Gesetz mit der Einführung einer vom Steuerzahler finanzierten Mietausfallversicherung (Garantie universelle de loyer GUL) für Privatvermieter zum 1. Januar 2016. Die von einer neu geschaffenen Behörde geführte GUL soll den Vermieter absichern und so die Anreize zur Vermietung erhöhen und gleichzeitig Mietern aus Problemgruppen (z.B. prekär Beschäftigte oder Studenten) helfen. leichter an Wohnraum zu kommen bzw. ihren Verpflichtungen nachzukommen. Der Abschluss einer GUL ist freiwillig und kann alternativ zu der gesetzlich geregelten Mietkaution (1 Monatsmiete) angeboten werden.

Die GUL übernimmt Mietrückstände von bis zu 18 Monaten in der Höhe der örtlich üblichen Vergleichsmiete. Da ein Zahlungsrückstand spätestens zwei Monate vor der Einleitung gerichtlicher Schritte gemeldet werden muss, soll die neue Regelung auch zur Früherkennung von finanziellen Problemen von Mietern beitragen, so dass soziale Dienste schneller reagieren können (z.B. Schuldnerberatung). Der Mieter wird bei Mietausfällen Schuldner der GUL, die bei Härtefällen auch die aufgelaufene Mietschuld teilweise oder ganz erlassen kann. Um einem Missbrauch vorzubeugen, wird die GUL ermächtigt, ggf. Mietschulden über die Staatskasse (Trésor public) einzutreiben und Sperrfristen von zwei Jahren zu verhängen.

Bekämpfung von Schrottimmobilien

In Frankreich gelten etwa 450.000 oft überbelegte Wohnungen als Schrottimmobilien. In Zukunft kann einschlägig verurteilten Miethaien wegen der Vermietung von derartigen Unterkünften der Erwerb von Wohnungen für 5 Jahre untersagt werden. Zudem können Gemeinden bei Schrottimmobilien Renovierungsfristen setzen und bei Fristüberschreitung Strafen von 1000€ pro Tag verhängen. Des Weiteren können sie auch die Auszahlung von Wohnbeihilfen an den Vermieter bis zur Behebung von konstatierten Unzulänglichkeiten aussetzen.

Erleichterter Zugang zu Sozialwohnungen

Der bürokratische Aufwand für den Bezug einer Sozialwohnung wird mit einem vereinheitlichten auch per Internet zugänglichen Antragsverfahren erleichtert. Zudem können auch auf Anbieterseite Informationen über zentrale Register abgerufen werden.

Weitere Informationen:

- Loi Alur

- Ministère de l’égalité du territoire et du logement

Quelle: http://www.ambafrance-de.org/Neues-franzosisches-Mietrecht-will

 

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Helle 3 Zimmer DG Wohnung zentral in Frohnhausen

Adresse

Berliner Str. 80
45145 Essen, Frohnhausen

Objektdetails

Objektbeschreibung

Diese freie 3 Zimmerwohnung befindet sich in der Berliner Str, 80 im 3. Obergeschoss (DG) eines 1919 erbauten Mehrfamilienhauses mit insgesamt 4 Wohnungen und 1 Gewerbeeinheit verteilt auf 3 Etagen.

Die ca. 82 m² Wohnfläche erstrecken sich auf ein geräumiges Wohnzimmer, Küche, zwei nahezu gleichgroße Schlafzimmer sowie ein modern gestaltetes Wannenbad Fenster.

Ausstattung

Die Etagenwohnung überzeugt durch praktische Grundrisse. Jeder Raum ist direkt vom Flur erreichbar. 

In allen Wohnbereichen liegt Laminat, in der Küche PVC und im Bad Fliesen und schaffen beste Voraussetzungen für ein ideales Wohngefühl.

Die Wohnung wird derzeit renoviert und ist nach Absprache fleixibel bezugsfähig.

Lage

Sehr zentrale Lage. Alle Geschäfte des täglichen Bedarfs sind fußläufig erreichbar.

Es besteht eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Ebenso an die Autobahnen A40 sowie A52, die in in wenigen Fahrminuten erreichbar sind.

Sonstiges

Die Kaution für die Wohnung beträgt 2 Monatskaltmieten.
Die Wohnung ist frei und kann ab sofort bezogen werden.

Für die Vermietung werden eine Selbstauskunft und die Vermieterbescheinigung benötigt. Diese muss bei Besichtigungstermin vorliegen.

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Besichtigungen auch Samstag/Sonntag
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Grundriss DG

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