Leerstandmelder

Beim Thema Leerstand gibt es viele Emotionen, aber wenige Informationen. Zwei Plattformen wollen das ändern.

brand eins hat in der Ausgabe 10/2015 – Schwerpunkt Immobilien einen sehr spannenden Artikel zum Leerstand in der Immobilienwirtschaft berichtet.

Masochism / Pixabay

Ein spannender Artikel Die Fahnder ist derzeit hier online abrufbar: Leerstandmelder: Die Fahnder

Wöchentlich erscheinen neue Pressemeldungen über zu wenigem Wohnraum, der auch noch immer teurer und in Spitzenregionen auch nicht bezahlbar ist.

Es haben sich zwei Portale entwickelt bei denen Leerstände gemeldet werden können. Wir haben uns das Portal leerstandsmelder.de für den Bereich Essen angeschaut: leerstandsmelder.de/essen. Dort sind derzeit recht aktuelle Meldungen, jedoch auch bereits vermietete Objekte als Leerstand gemeldet.

Der Ansatz selbst ist in Zeiten von knappem Wohnraum durchaus sehr interessant. Wir werden die Entwicklungen mit Spannung beobachten.

Hausverwaltung Gottschling, Essen
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Bundesmeldegesetz

Kurz und bündig

Zum 01.11.2015 wird bundesweit ein einheitliches Meldegesetz in Kraft treten, welches einige Änderungen mit sich bringt. Wichtig: Dann muss bei jeder An- und Ummeldung eine Wohnungsgeberbestätigung vorgelegt werden.

Bundesmeldegesetz tritt zum 01.11.2015 in Kraft

Zum 01.11.2015 wird bundesweit ein einheitliches Meldegesetz in Kraft treten, das Bundesmeldegesetz. Für Sie als Bürger ergeben sich damit einige Änderungen, hier die wichtigsten im Überblick:

Wohnungsgeberbestätigung

Hans / Pixabay

Mit Inkafttreten des Bundesmeldegesetz zum 01.11.2015 wird die eigentlich im Jahre 2002 abgeschaffte Mitwirkung des Vermieters bei einer An-, Ab- und Ummeldung wieder eingeführt. Das bedeutet, dass bei jeder Anmeldung (Zuzug von außerhalb Essen) und Ummeldung (Wohnungswechsel innerhalb Essen) eine Bestätigung des Wohnungsgebers vorgelegt werden muss. Der Wohnungsgeber ist verpflichtet, eine solche Bestätigung innerhalb von 2 Wochen nach Einzug auszustellen, und ist berechtigt bei der Meldebehörde nachzufragen ob die Anmeldung ordnungsgemäß vorgenommen wurde. Bei einer Abmeldung ist ebenfalls eine solche Bescheinigung vorzulegen, allerdings sind Abmeldungen bei einem Umzug innerhalb Deutschlands ohnehin nicht mehr notwendig, sondern nur noch bei ersatzloser Aufgabe einer Wohnung, wie z.B. bei einem Wegzug ins Ausland oder der Aufgabe einer Zweitwohnung.

Der Gesetzgeber erhofft sich dadurch eine wirksamere Bekämpfung von Scheinanmeldungen.

Ein ausfüllbares Formular für die Wohnungsgeberbestätigung können Sie im rechten Bildschirmbereich herunterladen.

Frist für die Anmeldung verlängert

Die Frist für die An-, Um- und Abmeldung wird von 1 auf 2 Wochen verlängert.

Vorausgefüllter Meldeschein

Sofern Sie innerhalb Deutschlands umziehen kann die Meldebehörde im Rahmen der Anmeldung Ihre Daten direkt von der vormals zuständigen Meldebehörde abrufen. Da alle Daten bei Anmeldung dann bereits vorliegen, können Unstimmigkeiten sofort geklärt werden. Weiterhin entfällt für Sie das Ausfüllen eines Meldeformulars, Tippfehler werden dadurch ebenfalls vermieden. Leider gibt es eine Frist für die Behörden bis 2018, die Daten zur Verfügung zu stellen. Zumindest in NRW ist die Bereitstellung der Daten jedoch bereits verpflichtend, so dass die meisten Anmeldungen von diesem Verfahren profitieren werden.

Gestärkte Rechte bei Melderegisterauskünften

Jede Person kann von einer anderen Person, sofern er diese eindeutig benennen kann, Auskunft über Name, Vorname und derzeitige Anschrift erhalten (Melderegisterauskunft). Das war früher so und ändert sich mit dem Bundesmeldegesetz nicht. Die Daten dürfen jedoch grundsätzlich nicht zum Zwecke der Werbung oder des Adresshandels genutzt werden, es sei denn Sie haben dem ausdrücklich gegenüber der Meldebehörde oder dem Anfragenden zugestimmt. Sofern eine solche Zustimmung bei einer Anfrage behauptet wird, erfolgt eine Überprüfung, ob dies auch stimmt. Darüber hinaus müssen Gewerbetreibende zukünftig den Zweck ihrer Anfrage mitteilen und dürfen die Auskunft dann auch nur für diesen Zweck nutzen. Ihre Daten sind somit generell noch stärker geschützt als bisher.

Wegfall der Übermittlungssperre bei Internetauskünften

Die derzeit noch existente Übermittlungssperre bei Auskünften, die automatisiert über das Internet erteilt werden (z.B. Melderegisterauskunft online) entfällt ersatzlos. Diese Übermittlungssperre hat lediglich den technischen Weg der Auskunftserteilung gehindert, nicht aber die Auskunft selbst. Durch langjährige Praxis sowie der Pflicht zur Verschlüsselung der Auskunft ist jedoch der Datenschutz in ausreichendem Maße gewährleistet, so dass der Gesetzgeber zur Entlastung der anfragenden Stelle und der Behörde diese Sperre gestrichen hat.

Und sonst?

Das Bundesmeldegesetz beinhaltet eine Vielzahl weiterer Änderungen (z.B. Abschaffung der Meldepflicht in Krankenhäusern; Eintragung eines bedingten Sperrvermerkes in bestimmten Einrichtungen wie z. B. Frauenhäusern, Suchtkliniken u. a.), die jedoch überwiegend nicht praxisrelevant sind und daher hier nicht alle aufgeführt werden. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne eine Mail schicken an buergeramt@einwohneramt.essen.de.

Quelle

 

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Krupp-Park

Ein neuer Park im Krupp-Gürtel

Die Stadt Essen baut im Krupp-Gürtel im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West – Bochold / Altendorf-Nord“ einen neuen Park, den Krupp-Park. Der nördliche Teil wurde bereits 2009 eingeweiht.

Krupp-Gürtel

Der Krupp-Gürtel grenzt direkt westlich an den Stadtkern von Essen an. Früher dehnte sich dort auf 230 Hektar die Kruppsche Gussstahlfabrik aus. Nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bzw. nach Stilllegung der meisten Fabrikanlagen war das Gelände teilweise brachgefallen und nicht zugänglich. Jetzt verwirklicht Essen im Krupp-Gürtel ein wichtiges Projekt für die weitere Stadtentwicklung. Es werden hochwertige Büro- und Gewerbestandorte entwickelt, die durch Wohngebiete ergänzt werden.

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Mehr zum Krupp-Gürtel …

Ökologie, Technik und Nutzung des Krupp-Parks

Mit dem Krupp-Park wurde zum einen ein Park für die Menschen in Altendorf und im Essener Westen geschaffen. Zum anderen begann mit der Anlage des Krupp-Parks durch die Stadt Essen die Wiedernutzbarmachung des Krupp-Gürtels.

Aushub, der beim Bau des Berthold-Beitz-Boulevards, der neuen Hauptverkehrsstraße durch den Krupp-Gürtel, und beim Bau des benachbarten ThyssenKrupp Quartiers angefallen ist, wurde im Krupp-Park eingebaut. Darauf wurden 1 Meter bis 1,50 Meter Lehmboden aufgetragen. Zwischen Aushub und Lehm liegen eine Tonbahn und eine Drainagematte.

Ein See wird mit Regenwasser aus dem Krupp-Park und von den Dachflächen des ThyssenKrupp Quartiers gespeist. Aus dem ThyssenKrupp Quartier gelangt es über einen Kanal zum Krupp-Park und tritt aus einem Düker am Eingang Berthold-Beitz-Boulevard / Quartiersbogen wieder an die Oberfläche. Im Krupp-Park führen Gräben das Regenwasser zum See. Vom See wird es über einen Kanal zum Borbecker Mühlenbach geleitet.

Waldflächen, in denen zum Beispiel Bergahorn, Vogelkirsche oder Rotbuche wachsen, wurden angelegt, damit die Menschen zukünftig – an heißen Sommertagen, deren Zahl bei einem Klimawandel noch zunehmen kann – im Schatten der Bäume Abkühlung finden. Kühle Luft, die erzeugt wird, wenn die Bäume Regenwasser verdunsten, oder die über den Wiesen entsteht, strömt schon heute in die Baugebiete der Nachbarschaft und sorgt dort für angenehmere Temperaturen.

Wald, Wiesen und See werden darüber hinaus zahlreichen Tieren, wie Igel, Zaunkönig, Grünspecht, Mauersegler oder Libellen, Nahrung, Versteck und Nistmöglichkeiten bieten. Von hier aus fliegen oder wandern sie in die Umgebung und beleben dort die Gärten.

Beim Bau des Krupp-Parks wurden die Bürger/-innen im Rahmen des Projekts „Heimatgefühle“ beteiligt (siehe Bildergalerie). Mit ihrer Hilfe ist ein Ausflugsort für Jung und Alt mit Freizeitwert entstanden (siehe Übersichtslageplan). Und die Menschen engagieren sich auch weiter, Schulklassen haben Patenschaften für Spielflächen übernommen.

 

Zahlen zum Krupp-Park
Fläche Krupp-Park Nord 13 Hektar, Krupp-Park Nord und Süd 23 Hektar
Nord-Süd-Ausdehnung Krupp-Park Nord 700 Meter, Krupp-Park Nord und Süd 1,3 Kilometer
Ost-West-Ausdehnung zwischen 135 und 260 Meter
höchster Hügel Hügel mit Aussichtsplateau 72 Meter über Meeresspiegel, 12 Meter über Gelände
See Größe 9.100 Quadratmeter, Tiefe bis 2,80 Meter, Wassermenge 14.000 Kubikmeter
Wald Krupp-Park Nord 4,5 Hektar, Krupp-Park Nord und Süd 13,5 Hektar
Länge Begehbare Lärmschutzgabionenmauer 160 Meter
Größe Seeplateau 700 Quadratmeter
eingebaute Aushubmassen Krupp-Park Nord 350.000 Kubikmeter
eingebauter Lehmboden Krupp-Park Nord 160.000 Kubikmeter
erste Überlegungen Ende der 1990er Jahre
Landschaftsarchitekturentwurf Sommer 2006
Beginn Erdarbeiten Krupp-Park Nord März 2007
Beginn Gestaltungsarbeiten Krupp-Park Nord September 2008
Eröffnung Krupp-Park Nord 22. August 2009
Krupp-Park rechts und links der Altendorfer Straße 9. November 2012
Weitere Bauabschnitte Krupp-Park Süd in Planung

Landschaftsarchitektur des Krupp-Parks

Aus den beschriebenen Bausteinen entwarfen Kiparlandschaftsarchitekten aus Mailand / Duisburg einen Park im postmodernen Landschaftsarchitekturstil. Ein Hochtal schlängelt sich im Krupp-Park Nord langsam von der Altendorfer Straße hinab zum See. Es wird rechts und links von einer Kette von fünf, weich geformten Hügeln begleitet. Auch die anderen Elemente des Krupp-Parks sind leicht geschwungen. Diese Gestaltung wird im Krupp-Park Süd mit niedrigeren Hügeln fortgeführt.

Förderung

Der Krupp-Park wurde gefördert durch:

  • Europäische Union
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Land Nordrhein-Westfalen
  • Emschergenossenschaft
  • Stiftung Lebendige Stadt

Quelle

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Gabriel: Neues Effizienzlabel für alte Heizkessel hilft beim Energiesparen und informiert über Energieeffizienz

Das Bundeskabinett hat heute die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des „nationalen Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen“ beschlossen. Das neue Effizienzlabel gilt ab dem 1. Januar 2016 für Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, und liefert Verbrauchern kostenfrei Informationen über den individuellen Effizienzstatus ihrer Heizkessel. Neben den Informationen auf dem Energieeffizienzlabel werden Verbraucher zudem kostenfrei auf weitergehende Energieberatungen wie z. B. Heizungschecks oder die Vor-Ort-Beratung sowie auf Förderungen der KfW und des BAFA hingewiesen. Das aus dem Haushaltsgerätebereich bekannte farbige Effizienzlabel hat sich als wirksames Instrument der Verbraucherinformation erwiesen. Es gilt bereits heute für verschiedene Produkte außerhalb des klassischen Haushaltsgerätebereiches (z. B. für TV-Geräte, Beleuchtung) und soll ab 2016 erstmals auch Heizkessel im Bestand erfassen.

avantrend / Pixabay

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hierzu: „Mit dem kostenlosen Effizienzlabel für alte Heizkessel wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher besser informieren und sie beim Energiesparen unterstützen. Das Label soll ihnen helfen, schnell und leicht verständlich einen Überblick über den Zustand ihres alten Heizkessels zu bekommen. Im Gebäudebereich werden knapp 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland verbraucht. Der größte Einzelbeitrag entfällt dabei auf die Beheizung. Entsprechend groß ist hier daher das technische und wirtschaftliche Potential zur Steigerung der Energieeffizienz und damit zur Energieeinsparung.“

Das durchschnittliche Alter der Heizgeräte in Deutschland liegt bei 17,6 Jahren, mehr als ein Drittel (36 %) ist sogar älter als 20 Jahre. Über 70 Prozent der installierten Heizgeräte würden nur die Effizienzklasse C, D oder E erreichen. Hier liegt großes Potential für Effizienzsteigerungen. Dennoch werden derzeit lediglich rund 3 Prozent der Heizgeräte ausgetauscht. Bei einer gleichbleibenden jährlichen Austauschrate würde es also noch circa 25 Jahre dauern, bis der Heizungsbestand in Deutschland erneuert wäre. Das Effizienzlabel und die Hinweise auf bestehenden Beratungs- und Förderprogrammen sollen daher dazu führen, die Kenntnisse der Verbraucher zum Zustand ihres Heizkessels zu verbessern und so die Motivation zum Austausch zu erhöhen. Erwartet wird damit, die Austauschrate bei Heizgeräten um circa 20 Prozent pro Jahr steigern zu können.

Ab 2016 werden Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater berechtigt, ein Etikett auf alte Heizgeräte anzubringen. Ab 2017 sind die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, diejenigen Geräte, die noch kein Etikett haben, zu etikettieren.

Der Gesetzentwurf ist hier abrufbar.

Quelle: BMWi

 

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