Neuer Mietspiegel für Essen

Die Befragung von Mietern und Vermietern hat begonnen. Bis zum Jahresende soll ein neuer qualifizierter Mietspiegel aufgestellt werden.

In diesen Tagen erhalten 40.000 Essener Mieter und Vermieter Post von der Stadt. Unter der Überschrift „Essen braucht einen neuen Mietspiegel“ ruft Oberbürgermeister Reinhard Paß auf, sich an der Befragung zum neuen Mietspiegel zu beteiligen. Mit einem vierseitigen Fragebogen werden Informationen zur Wohnung, zur Miethöhe und zum Mietvertrag abgefragt. Fragen zu energetischen Merkmalen der Immobilie sind ebenfalls enthalten.

„Der alte Mietspiegel von 2001 war gut und seinerzeit ein riesen Fortschritt“, sagt Hans-Wolfgang Schaar, Vorsitzender des Arbeitskreises Mietspiegel. „Doch heute brauchen wir einen Mietspiegel, der energetische Fragen stärker in den Fokus rückt.“ Der neue Mietspiegel soll wieder ein qualifizierter Mietspiegel werden. Er wird nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellt. Dazu gehört unter anderen die repräsentative Befragung einer großen Zahl von Mietern und Vermietern, die nach zufälligen Kriterien ausgewählt wurden. Darum werden 25.000 Mieter und 15.000 Vermieter zu ausgewählten Wohnungen befragt.

Ausgefüllte Fragebögen werden im Freiumschlag nach Hamburg geschickt. Dort wertet das renommierte GEWOS-Institut die Daten statistisch aus und erstellt einen Vorschlag für den neuen Mietspiegel. Bis Ende des Jahres soll dann der Arbeitskreis Mietspiegel darüber beschließen. Mitglieder des Arbeitskreises sind jeweils vier Verbände der Mieter und der Vermieter, die Stadt Essen und der unabhängige Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Auf den Fragebögen ist die Adresse des Hauses aufgedruckt. Damit werden nur Informationen über die Wohnlage in die statistische Auswertung gegeben. „Die Namen der Mieter und der Vermieter spielen keine Rolle und werden nur für das Anschreiben gebraucht“, sagte Hans-Wolfgang Schaar. Die Datenschutzbeauftragte der Stadt Essen überwacht das Verfahren. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.

Fragen zum Mietspiegel oder zum Fragebogen beantwortet die von der Stadt eingerichtete „Hotline Mietspiegel“ unter Telefon: 88-62666.

Herausgeber:

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45121 Essen
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Neues Meldegesetz ab November: Vermieter müssen Einzug bestätigen

Ab 1. November 2015 gilt bundesweit ein einheitliches Meldegesetz. Das bedeutet unter anderem: Wenn jemand umzieht, muss er dies nicht mehr nur einfach bei der zuständigen Behörde melden – er benötigt dafür auch eine Bestätigung vom Vermieter. Vermieter werden ihrerseits verpflichtet, eine solche Bescheinigung auszustellen, wenn ein neuer Mieter einzieht.

Wer innerhalb Deutschlands umzieht, muss dem Einwohnermeldeamt seinen neuen Wohnort mitteilen – dies geht bisher aus den Meldegesetzen der Bundesländer hervor. Ab 1. November wird das Meldegesetz neu geregelt. Zuständig sind dann nicht mehr die einzelnen Länder, sondern der Bund. Im neuen Bundesmeldegesetz werden  unter anderem Vermieter verpflichtet, für ihre Mieter – beziehungsweise für die zuständigen Meldebehörden – eine Bescheinigung auszustellen.

Novelliertes Meldegesetz: Neue Pflichten für Eigentümer

Wer künftig den Wohnort wechselt, wird durch das neue Gesetz verpflichtet, seinen Wohnortwechsel innerhalb von zwei Wochen bei der zuständigen Meldebehörde anzuzeigen. Wenn ein Mieter aus einer Wohnung auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, ist eine Abmeldung erforderlich. Während für beides bislang meist ein einfaches Formular genügte, verlangen die Behörden ab 1. November eine Bescheinigung des Vermieters. Dies hat eine sogenannte Mitwirkungspflicht zur Folge: Ab November müssen sie innerhalb von zwei Wochen eine Bescheinigung über den Ein- oder Auszug ihres neuen Mieters ausstellen.

Inhalt der Bescheinigung

Ein einheitliches Formular gibt es für die Bescheinigung des Vermieters nicht. Allerdings regelt das Gesetz, welche Informationen auf jeden Fall enthalten sein müssen:

Wichtig: Die Bescheinigung kann sowohl in schriftlicher als auch in elektronischer Form ausgestellt werden. Vermieter können sie entweder dem Mieter oder direkt der zuständigen Behörde zukommen lassen.

Bußgelder bei Fristversäumung oder Scheinanmeldung

Im Bundesmeldegesetz ist festgelegt, dass ein Bußgeld droht, falls die neuen Regelungen nicht eingehalten werden. Wer sich nicht binnen zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt meldet, riskiert eine Strafe von bis zu 1.000 Euro – diese trifft auch den Vermieter, falls er die Bescheinigung nicht rechtzeitig ausstellt. Bedeutend teurer wird es, wenn der Vermieter aus Gefälligkeit einer Person eine Bescheinigung ausstellt, obwohl diese gar nicht wirklich in seiner Wohnung wohnt. In diesem Fall wird ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro fällig.

Mit dem Bundesmeldegesetz will die Bundesregierung vor allem Scheinanmeldungen verhindern. Ursprünglich sollte es bereits ab Mai 2015 gelten. Kleinere Änderungen am Gesetzestext haben jedoch dazu geführt, dass  sein Inkrafttreten auf November verschoben wurde.

 17.02.2015 | Markus Grundmann

DMB: Neuer Betriebskostenspiegel für Deutschland

2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt

(dmb) Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,19 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 3,26 Euro/qm/Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten bei Anfallen aller Betriebskostenarten 3.129,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2013 aufgebracht werden.

Während in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 2,17 Euro/qm/Monat gezahlt wurde, waren es in den östlichen Bundesländern 2,28 Euro. Die Kosten für Heizung und Warmwasser lagen hier 12 Cent, d.h. rund 8 Prozent höher und die Kosten für Warmwasser lagen 4 Cent über den Durchschnittswerten im Westen. Dafür waren die kommunalen Gebühren, also Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllbeseitigung in den westlichen Bundesländern teurer, genauso wie die Kosten für Versicherungen oder für Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Hausmeister.

Regionale/lokale Unterschiede groß

Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser. Hier werden die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterschiede, insbesondere bei Gas und Fernwärme bestimmt.

Heizung und Warmwasser 2013

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind auch im Abrechnungsjahr 2013 weiter gestiegen, jetzt auf 1,51 Euro/qm/Monat. Das sind für eine 80 Quadratmeter große Wohnung 1.450,00 Euro im Jahr. Letztlich entfallen 69 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

Der Anstieg der „warmen Betriebskosten“ 2013 ist zum einen auf die kälteren Wintermonate insbesondere zu Beginn des Jahres und damit auf einen um rund 5 Prozent höheren Energieverbrauch zurückzuführen. Zum anderen wurden Gas und Fernwärme im Jahresdurchschnitt 1,3 bzw. 2,8 Prozent teurer. Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlägt sich dagegen noch nicht wie erwartet bei den Heizkosten nieder. Denkbar ist, dass viele Vermieter noch im letzten Quartal 2012 getankt haben bzw. nachtanken mussten und dieses vergleichsweise teure Heizöl noch 2013 verbraucht wurde.

Ausblick 2014

2014 dürfte aus Mietersicht ein gutes Abrechnungsjahr werden. Mieter können mit niedrigeren Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen. Zwar sind 2014 in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuern zum Teil deutlich erhöht worden, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind um nur 0,7 Prozent gestiegen und die für die Müllbeseitigung sind sogar leicht gesunken. Entscheidend ist aber, die Heiz- und Warmwasserkosten fallen für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger aus als 2013. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20 bis 25 Prozent gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise. Der Gaspreis sank um 0,1 Prozent, der für Fernwärme um 1,3 Prozent und der für Öl um 7,8 Prozent. Auch wenn es lokal/regional unterschiedliche Preisentwicklungen geben kann, die Prognose für 2014 ist gut.

Leitet Herunterladen der Datei einGrafik Betriebskostenspiegel für Deutschland

Leitet Herunterladen der Datei einGrafik Betriebskostenspiegel Ost/West

Leitet Herunterladen der Datei einInformationen zum Transparenzinstrument Betriebskostenspiegel

Leitet Herunterladen der Datei einAlle Betriebskostenarten im Überblick

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„Energieeffizient Sanieren“ lohnt sich jetzt noch mehr

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert private Klimaverantwortung noch besser

Seit dem 1. August gelten für das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (KfW 151/152, 430) noch bessere Konditionen. So ist der maximale Kreditbetrag für umfangreiche Sanierungen zu einem „KfW-Effizienzhaus“ von 75.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben worden. Der Zinssatz liegt aktuell bei 0,75 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Je nach erreichtem energetischen Standard muss ein Teil des Kredits nicht zurückgezahlt werden. Der maximale Tilgungszuschuss ist von 22,5 auf 27,5 Prozent des Kreditbetrags (KfW 151) erhöht worden.
Das ist aber noch nicht alles: Auch die Konditionen für energetische Einzelmaßnahmen (KfW 152) sind seit dem 1. August attraktiver. Tilgungszuschüsse werden nun in Höhe von siebeneinhalb Prozent gewährt, sofern diese über einen KfW-Kredit finanziert werden.
Für Investoren, die keinen KfW-Kredit in Anspruch nehmen, verbessern sich die Konditionen des Investitionszuschusses: So übernimmt der Staat nun einmalig bis zu 30 Prozent der Investitionskosten für energetische Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern; das sind fünf Prozent mehr als vor dem Stichtag. Der maximale Zuschussbetrag pro Wohneinheit ist von 18.750 Euro auf 30.000 Euro erhöht worden.

Antranias / Pixabay

Das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ ist sowohl für Vermieterinnen und Vermieter als auch für Mieterinnen und Mieter eine Entlastung und bietet einen zusätzlichen Anreiz für lohnende Investitionen: Hohe Energiekosten können durch energetische Sanierung nachhaltig gesenkt werden.

Übrigens: Galt das KfW-Programm zuvor ausschließlich für ältere Gebäude, werden jetzt auch Wohngebäude gefördert, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag oder die Bauanzeige gestellt wurde.
Alle Links und weitere Informationen zum Thema unter www.klimawerkstadtessen.de/bauen.

Zum Hintergrund:
Über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland werden für die Bewirtschaftung von Gebäuden benötigt. Die nachhaltige, energieeffiziente, zukunftsfähige und fachgerechte Modernisierung bestehender Immobilien spielt daher eine zentrale Rolle im Klimaschutz.
Die Klimaagentur der Stadt Essen hat gemeinsam mit der Essener Kreishandwerkerschaft das Essener „Netzwerk Energetische Gebäudemodernisierung“ als Zusammenschluss von Fachleuten aller Gewerke aufgebaut.
Weitere Informationen über die Zielsetzung und den Aufbau des Essener Netzwerkes unter: www.klimawerkstadtessen.de/netzwerk.

Seit zehn Jahren unterstützt das Projekt ALTBAUNEU der EnergieAgentur.NRW Kommunen und Kreise bei der Beratung ihrer Bürgerinnen und Bürger und Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer zur sinnvollen Umsetzung von Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung. ALTBAUNEU ist eine gemeinsame Initiative von derzeit 17 Kommunen und Kreisen in Nordrhein-Westfalen und versucht, das Wissen und die Erfahrung der Gebietskörperschaften in NRW zu bündeln und mit Unterstützung der EnergieAgentur.NRW gemeinsam Beratungsangebote zu entwickeln. Sanierungswillige Gebäudebesitzerinnen und -besitzer finden unter www.alt-bau-neu.de/essen allgemeine und lokale Informationen rund um die energetische Gebäudesanierung, von der Gebäudedämmung, Heizungsanlage, Lüftungsanlage bis zu gesetzlichen Vorgaben und vieles mehr.

Herausgeber:

Klimaagentur Essen
Porscheplatz 1
45121 Essen
Telefon: 0201 / 8859200
URL: Klimawerkstadtessen

Quelle

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